03.07.-05.07.2014

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Auch Ulaanbaatar hat seinen Hafenkran

Mongolei MongoleiObwohl der nächste Hafen mehr als 2000 Km entfernt ist und kein Fluss von hier zum Meer führt sieht man bei der Einfahrt nach Ulaanbaatar als erstes riesige Hafenkräne und Containerumschlagsplätze in der Umgebung des Güterbahnhofes. Man wähnt sich für einen Moment in Rotterdam.

Ulaanbaatar ist die Hauptstadt der Mongolei. Mehr als die Hälfte der mongolischen Bevölkerung lebt in diesem städtischen Grossraum. Die Stadt scheint wild gewachsen zu sein. Zwei Hochspannungsleitungen führen mitten durch die Stadt. Alles wirkt ausgesprochen hässlich bis man ins Zentrum kommt mit seinen neuen Glaspalästen, Regierungsgebäuden, Botschaften und Edelboutiquen. Auch Louis Vuitton ist hier.

Wir speisen europäisch in einem edlen Restaurant mit Aussicht auf einen alten Tempel der im Meer der neuen Hochhäuser und Baustellen zu ertrinken droht. Nachher stürmen wir einen Kashmir Laden und fahren dann im dichten Abendverkehr wieder hinaus in den etwa 80 Km entfernten Nationalpark Gorlchi Terelj. Hier übernachteten wir zweimal in einem Jurten Dorf am Fusse eines Berges mit einer wunderbaren Aussicht und verbrachten die Zeit mit wandern und reiten. Ein wahres Paradies für Blumenfreunde. Hier gibt es noch Edelweiss in rauen Mengen zu bestaunen nebst vielen anderen attraktiven Gewächsen.

Kaum öffnete ich die Türe meiner Jurte am 5. Juli erklang ein „Happy Birthday“ vom Chor meiner Mitreisenden zu meinem 65. Geburtstag. Beim Frühstück gab es dann noch eine Geschenkbox mit leckeren Süssigkeiten. Danach fuhren wir los Richtung Norden. Die Landschaft wurde immer grüner  und die Nomadensiedlungen wurden ersetzt durch permanente Behausungen. Wir übernachten in der zweigrössten Stadt der Mongolei, Darkhan, und dem letzten grösseren Ort vor der russischen Grenze, die noch etwa 100 Km entfernt ist. Morgen werden wir zum letzten mal auf dieser Reise eine grosse Zollprozedur über uns ergehen lassen und hoffen dann am nicht zu späten Abend in Ulaan Ude in Russland zu sein. Dort erwartet uns Marcel der aus geschäftlichen Gründen unsere Gruppe in Lhasa temporär verlassen musste.

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