06.05.2014

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Nordarmenien – Sozialistischer Mief gepaart mit christlicher Kultur

Armenien ArmenienHeute Dienstag sind wir bereits die dritte Woche unterwegs und haben schon etwa 4‘000 km zurückgelegt. Ursula, unsere einzige Tessiner Teilnehmerin aus Losone, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit dem heutigen Grenzübertritt nach Armenien bereits die Hälfte der zu durchreisenden Länder besucht haben.

Auf dem Weg nach Erewan besuchten wir zwei verlassene UNESCO Weltkulturerbe Klöster Haghpat und Sanabin im Norden Armeniens nahe der Grenze zu Georgien. Beide liegen auf zerklüfteten Plateaus hoch über den tiefen Flusstälern. Die Fahrt durch den verarmten Norden war landschaftlich interessant. Viel vom sowjetischen Mief ist noch spür- und sichtbar in den Dörfern der Flusstälern mit riesigen still gelegten Industriebrachen, Plattenbausiedlungen, Freiluftgasleitungen und jede Menge alter Lada, Wolga, Ural und Komaz Oldtimer Fahrzeugen. In dieser Gegend war einst ein riesiges Kupfer- und Chemiekombinat das aber aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen geschlossen wurde. Damit ging auch der grösste Arbeitgeber verloren.

Auf der der Spitak Passhöhe (2‘376 müM) hatten wir trotz dunstigem Wetter einen grossartigen Blick auf den schneebedeckten Aragats (4090 müM), einem der Berggipfel im Kleinen Kaukasus. Gegen Abend erreichten wir die 1.5 Millionen Hauptstadt Erivan und quälten uns durch den Feierabendverkehr um unser Hotel zu suchen.

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