20.05.2014

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Von der Steppe ins Gebirge

Tadschikistan TadschikistanAm Dienstag hatten wir wieder einmal einen Grenzübertritt. Diesmal von Usbekistan nach Tadschikistan. Das heisst Abschied nehmen von Usbekistan, das gemäss Ursula zusammen mit Lichtenstein die einzigen Länder sind die nur von Binnenländern umgeben sind, und unserem französisch sprechenden local Guide Komil. Er ist ein ausgewiesener Kenner der usbekischen Kultur und es ist immer faszinierend seinen Ausführungen zu folgen. Er ist übrigens auch der offizielle „Leib“-Übersetzer des usbekischen Präsidenten für Französisch. Eine Höhepunkt seiner Karriere war der Besuch des französischen Präsidenten Sarkozy. Leider konnten wir nicht sehr viel von ihm profitieren da er die meiste Zeit mit François unterwegs war um das Pannenauto wieder in Ordnung zu bringen.

Da der Zoll in der Nähe eines militärischen Sperrgebietes lag mussten wir einen 100 km langen Umweg fahren. Wie üblich verbrateten wir Stunden mit den Formalitäten. Komplizierte Formulare mussten von uns ausgefüllt werden für die Ausreise, insbesondere mit einer genauen Deklaration wie viele Devisen wir ausführen. Unsere Angaben wurden in ein grosses Buch, das schon ziemlich abgegriffen aussieht, eingetragen. Der Computer scheint hier noch nicht Standard zu sein. Irgendwann vernahmen wir dann das Geräusch der niedersausenden Stempel in unseren Pässen. Die Einreise in Tadschikistan war dafür um so einfacher, nur ein Formular, keine Gepäckinspektion und sehr freundliche Grenzbeamten die uns sogar mit einem freundlichen Lächeln willkommen hiessen in ihrem Land. Danach fuhren wir zu unserem Tagesziel Khudjand, eine Kleinstadt nahe der Grenze. Die Gegend ist ein Vorgebirge des Pamir und wieder grün da sich die Wolken an den Bergen entleeren.

Print Friendly, PDF & Email