23.05.2014

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Kirgistan – Die Schweiz Zentralasiens

Kirgistan KirgistanHeute morgen verliessen wir das Sanatorium von Khujand in Tadschikistan. Für uns war es so etwas wie ein ins Alter gekommenes 2 oder 3 Sterne Hotel. Unser tadschikischer Reiseleiter sagte uns beim Abschied das er das ganze Leben davon geträumt hatte einmal 10 Tage in diesem Hotel verbringen zu dürfen. Für uns etwas unverständlich, aber man muss bedenken das viele Tadschicken weder fliessendes Wasser, ein Badezimmer noch ein eigenes WC haben. Deshalb muss so ein Hotel mit Badezimmer, WC, schönen Parkanlagen, permanenter Musikberieselung und einem servierten Frühstück für sie ein Stück Paradies sein.

Der Grenzübertritt nach Kirgistan war für einmal sehr einfach. innerhalb von 1 1/2 Stunden  war alles erledigt. Die Kirgisen sind auch die einzigen die kein Visum verlangen für Europäer. Einer der Grenzwächteroffiziere war hoch erfreut uns zu sehen und war ganz stolz darauf dass er an der Gebirgsschule der Schweizer Armee in Andermatt studieren durfte. Der Weg nach Osh an der Grenze zu Usbekistan war etwas beschwerlich. Einmal durften wir eine usbekische Exklave durchfahren, ein anderes mal mussten wir auf eine staubigen Notumfahrungsstrasse von über 20 km ausweichen.

Die Nacht verbringen wir in Osh und morgen fahren wir ins Landesinnere ins Gebiet der westlichen Ausläufer des Tienshan Gebirgssystems mit dem 7439m hohen Pik Pobedy, dem höchsten Gipfel Kirgistans und danach nach Westchina. Da auch diese Gegend sehr abgeschieden ist wird es kaum Internet geben und ich melde mich dann wieder aus Kashgar wo wir Mitte nächste Woche eintreffen sollten.

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