28.04.2014

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Edirne – Im Dreiländereck Türkei-Bulgarien-Griechenland

Türkei TürkeiDie Fahrt aus der Stadt Sofia war heute morgen etwas mühsam. Danach ging es zügig auf der Autobahn nach Süden. Etwa nach 200 km verliessen wir die Autobahn und mussten auf der Landstrasse Richtung türkische Grenze fahren. Am Zoll stauten sich hunderte von Lastwagen die wir aber alle überholen konnten. Die Formalitäten am Zoll waren schnell abgewickelt, und plötzlich, von einem Kilometer zum andern, taucht man in eine andere Welt ein. Vor dem Zoll die letzte christliche Kirche und gleich dahinter die erste Moschee.

Edirne ist die westlichste Stadt der Türkei im Dreiländereck Türkei-Bulgarien-Griechenland. Sie ist im Westen vor allem bekannt als Hintertür zur Festung Europa für illegale Zuwanderer. Skrupellose Fluchthelfer aus der Türkei sind immer noch im täglichen Geschäft mit dem Traum von Freiheit und Wohlstand in Europa. Bulgarien baut wie zuvor auch Griechenland eine Mauer an der Grenze zur Türkei. Das ärmste EU-Land will so eine humanitäre Krise verhindern und den Mahnungen der EU Kommission Genüge tun damit sie die Kriterien für eine baldigen Aufnahme in den Schengen-Raum erfüllen können.

Aber die wirkliche Sehenswürdigkeit in Edirne ist die UNESCO Weltkulturerbe Selimiye Moschee. Sie wurde 1575 vom berühmten Architekten Sinan gebaut, der auch als „Michelangelo der Osmanen“ bezeichnet wird.

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