29./30.04.2014

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Istanbul – An der abendländischen Grenze zum Orient

Türkei TürkeiHeute Dienstag fuhren wir ungefähr 250 km durch das Marmaragebiet. Eine hügelige und von Büschen und Wäldern bedeckte Region. Am Ende der Strecke fuhren wir teilweise entlang des Marmarameers das Europa von Asien und das Ägäische vom Schwarzen Meer trennt.

Kurz vor Istanbul passierten wir eine automatische Maut Kontrollstelle und da wir keine Vignette hatten ging der Alarm los. Sofort waren die Polizisten zur Stelle und wiesen uns an zu halten. Es gab kein grosses Theater und wir kauften die entsprechenden Vignetten. Im Gegensatz zur Schweiz haben die Türken eine elektronische Vignette auf der man ein Guthaben laden kann und das dann streckenabhängig abgebucht wird.

In der Millionen-Metropole Istanbul bezogen wir unser Hotel in der Altstadt in Fussdistanz zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Istanbul fasziniert seine Besucher mit einer interessanten Mischung aus orientalischer und abendländischer Kultur. Bei schönstem Wetter hatten wir die Möglichkeit den ganzen Nachmittag alles zu erkunden.

Die Stadt Istanbul blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und hat ihren Namen im Verlauf der Gesichte mehrmals aus politischen, religiösen oder kulturellen Gründen gewechselt. Bei den Frühchristen hiess der Ort noch Byzanz, danach Konstantinopel und schliesslich eroberten die Osmanen die Stadt und ernannten sie zur Hauptstadt ihres Reiches und gaben ihr den Namen Istanbul. Mit über 8 Millionen Einwohnern ist Istanbul die 12-grösste Metropole der Welt und ist heute das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der modernen Türkei.

Zum Abend Essen traf ich mich mit meinen französisch sprechenden Mitreisenden. Marie-Claude, die Kunsthistorikerin aus dem Wallis, wusste sehr viel interessantes und informatives zu erzählen über den Byzantinismus, ein Schwerpunkt ihrer kunstgeschichtlichen Studien.

Mittwoch hatten wir die Gelegenheit wieder einmal auszuschlafen und danach individuell Istanbul zu erkunden. Obwohl das Wetter nicht besonders gut war unternahm ich eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Bosperus. Links und rechts waren wunderbare Paläste, Moscheen und prestigeträchtige türkische Militärakademien zu sehen sowie eine fantastische Sicht auf die Skyline von Istanbul. Wir passierten unter der Bosperus und Fatih Sultan Mehmet Brücken die Europa mit Asien verbinden. Einmal im Jahr ist die grosse Bosperus Brücke offen für Fussgänger anlässlich des Europe-Asian Marathons.

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