Iran

Veröffentlicht am: Autor: Walter Gerig

Iran – Unterwegs im Gottesstaat

Iran Iran“Land der Arier” so die ursprüngliche Bedeutung des Landesnamens. Der Iran (Persien) ist ein Staat in Vorderasien und zählt zu den 20 bevölkerungsreichsten und grössten Staaten der Welt. Das Land war bis 1979 eine Monarchie, seit der Revolution im selben Jahr ist es eine Islamische Republik. Der schiitische Islam ist Staatsreligion. Offiziell bekennen sich 98 % der Bevölkerung zum Islam (89 % Schiiten und 9 % Sunniten). Es ist jedoch zu beachten, dass im Iran de facto keine Religionsfreiheit herrscht und laut Gesetz der Abfall vom Islam mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Anhänger von Religionen wie dem Christentum oder dem Judentum gelten als Bürger zweiter Klasse und erfahren gesellschaftliche Benachteiligungen, vor allem in der Ausbildung und im Beruf.

Zur ethnischen Zusammensetzung des Iran gibt es widersprüchliche Angaben. Insgesamt zählen sich etwa zwei Drittel der Bevölkerung zu den Persern. Zu den mittelgrossen Minderheiten gehören Aserbaidschaner und Kurden Daneben gibt es Luren,  Araber, Belutschen, Turkmenen und zahlreiche sonstige Ethnien mit einem Bevölkerungsanteil von von weniger als 1 %.  Zu letzteren gehören unter anderem christliche Armenier, Aramäer/Assyrer, Georgier sowie Juden.

Die Geschichte der Region Persien ist bis 3500 Jahre vor Christus zurück belegt. Um 650 n.Chr. erfolgte die Islamisierung durch der Einfall der islamischen Araber. Die schiitischen Muslim verbreiteten ihren Einfluss sukzessive in Richtung Türkei und Mongolei. Iran hat von der Lage zwischen Indien und dem Westen durch die Handelswege (Seidenstrasse) profitiert. Mit der Kolonialisierung und der Aufrüstung der westlichen und östlichen Mächte im 20. Jahrhundert wurde Persien gespalten. Iran und angrenzende Länder wie Afghanistan wurden hin und hergerissen und hatten als Puffer zwischen den USA und der Sowjetunion viel Leid erlitten.

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